Akzessions-Nummer
BVAL-901252
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Trivialname
Kleine Bibernelle -
Gattung
Pimpinella -
Art
saxifraga -
Botanischer Autor Art
L. -
Pflanzenfamilie
Doldenblütler -
Lebensdauer
mehrjährig (ausdauernd) -
Eingangsdatum
20030626 -
Ursprungsland
Belgien -
Biologischer Status der Akzession
Wildpflanze -
Art der Lagerung
mittelfristig;langfristig -
Status im Multilateralen System
Nein -
AEGIS-Status
Nein
Charakterisierungs- und Evaluierungsdaten
-
Blattform
gestielt, einfach gefiedert, 3-4(5) paarig, Blättchen rundlich-eiförmig -
Blattoberfläche
grasgrün -
Blattrand
grob gezähnt -
Blühfarbe
weiß -
Blütenbau
radiärsymmetrisch (strahlig; die Blüte lässt sich durch mindestens 3 Symmetrieebenen in je 2 gleichwertige Hälften teilen), 5-zählig, Kronblätter unterseits behaart, Griffel kürzer als die Frucht -
Blütenstand
Doppeldolde, 8-15-strahlig, Hülle und Hüllchen fehlend -
Blühzeit (Anfang)
6 -
Blühzeit (Ende)
6 -
Droge / verwendeter Pflanzenteil
Bibernellwurzel (Radix Pimpinellae / Pimpinellae radix laut österreichischem Phytokodex), bestehend aus den getrockneten Rhizomen und Wurzeln von Pimpinella major und Pimpinella saxifraga; traditionell auch die oberirdischen Teile der Pflanze (Kraut) -
Erntezeit Samen (Beginn)
7 -
Erntezeit Samen (Ende)
8 -
Frucht
Doppelachäne bei der Reife in 2 Teilfrüchte zerspaltend, eirundlich, an der Naht eingezogen und von der Seite stark zusammengedrückt, kahl, glatt, kaum gerippt -
Geruch
würzig aromatisch -
Geruch
spicy and aromatic -
Geschmack
scharf-aromatisch -
Geschmack
hot-aromatic -
Inhaltsstoffe
ätherisches Öl (0,4-0,6 %, Hauptkomponente: trans-Epoxypseudoisoeugenyltiglinat (bis 57 %), danebenTrinor-Sesquiterpene (Geijeren und Pregeijeren), Sesquiterpene (b-Bisabolen und 1,4-Dimethylazulen), Germacrene), Furanocumarine (bis zu 2 %, Isobergapten, (Iso-)Pimpinellin), Sitosterol, Phenolcarbonsäuren, Polyacetylene -
Nutzung / Verwendung
Wurzel: sekretolytisch (schleimlösend), sekretomotorisch (schleimbefördernd) bei Katarrh und Infekten der oberen Atemwege; VOLKSMEDIZIN: Wurzel: bei diversen Atemwegserkrankungen, zum Gurgeln bei Entzündungen des Mund- und Rachenraums; Kraut: innerlich: bei Lungen- und Harnwegsbeschwerden, zur Verdauungsförderung; äußerlich: bei Krampfadern und schlecht heilenden Wunden; HOMÖOPATHIE: Pimpinella alba HAB 34 aus den frischen, im Mai gesammelten Wurzeln bei Wirbelsäulenbeschwerden, Fieberzuständen; KÜCHE: als Gewürz für Suppen, Soßen, Kopfsalat, Mayonnaise und Kräuterbutter; sehr scharfe Wurzel wie heimischer Ingwer -
Samenfarbe
braun -
Samenfarbe
brown -
Samenform
eiförmig, am Ende fädig -
Samenform
ovate, filamentous at the end -
Samenoberfläche
matt -
Samenoberfläche
matt -
Stängel
aufrecht, groß, stielrund, fein gerillt, kahl oder anliegend kurzhaarig, oben nur mit spreitenlosen Blattscheiden, Stängel oft blattlos oder mit wenigen einfach gefiederten Stängelblättern -
1000-Korn Gewicht (häufigste) [g]
0,47 -
Vergiftung
keine bekannt; phototoxische Furanocumarine kommen nur in sehr geringen Mengen vor -
Verwechslung
mit anderen Bibernellen- (Pimpinella-) Arten und dem Berg-Haarstrang (Peucedanum oreoselinum) -
Vorkommen
Heimat: Europa, Zentralasien, Kleinasien, Kaukasus; magerrasen, Halbtrockenrasen, wegränder, Böschungen; collin bis subalpin; häufig bis zerstreut in allen Bundesländern Österreichs -
Wuchshöhe zur Blüte (häufigste) [cm]
60 - 130 -
Zubereitung
Tee (Aufguss): mittlere Tagesdosis: 9 g Droge: 1 Teelöffel Droge mit einer Tasse siedendem Wasser überbrühen, 10 min ziehen lassen, abgießen, 2-3-mal täglich trinken; Tinktur: 20 g grob pulverisierte Droge mit 200 ml 45 %igem Alkohol 14 Tage in einer gut verschlossenen Flasche in der Sonne oder im Warmen ziehen lassen, abgießen, auspressen, abfiltern; Dosierung: 20-25 Tropfen; Bad: bei schlecht heilenden Wunden; Pulver; als Fertigarzeimittel als Husten- und Erkältungsmittel oft kombiniert mit z.B. Sonnentau, Süssholz, Thymian, Anis und Efeu
Erhalter
AUT001
Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit - Abteilung Pflanzengenetische Ressourcen
4020
Linz