Akzessions-Nummer
BVAL-901713
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Trivialname
Echter Lorbeer -
Gattung
Laurus -
Art
nobilis -
Botanischer Autor Art
L. -
Pflanzenfamilie
Lorbeergewächse -
Lebensdauer
mehrjährig (ausdauernd) -
Eingangsdatum
20110325 -
Ursprungsland
Österreich -
Biologischer Status der Akzession
Traditionelle Kulturpflanze/Landsorte -
Sammelart/ Bezugsquelle
Markt oder Geschäft -
Art der Lagerung
Feldsammlung -
Status im Multilateralen System
Nein -
AEGIS-Status
Nein
Charakterisierungs- und Evaluierungsdaten
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Frucht
glänzende, blauschwarze Beere -
Geruch
aromatisch -
Geruch
aromatic -
Geschmack
würzig-bitter -
Geschmack
spicy and bitter -
Hinweise
Gefährlichkeitsgrad: wenig oder kaum giftig (+), hautreizend, allergieinduzierend -
Inhaltsstoffe
ätherisches Öl (u.a. 1,8-Cineol, Linalool, a-Terpinylacetat, Aceteugenol, Methyleugenol, Geraniol, a-Pinen, a-Phellandren, ß-Pinen, ß-Phellandren, Limonen, Terpin-4-ol, a-Terpineol, Eugenol, ß-Elemen, E-Caryophyllen), Alkaloide (Isochinolin- und Aporphinalkaloide: Boldin, Launobin, Reticulin), Sesquiterpenlactone (u.a. Costunolid, Dehydrocostuslacton, Eremanthin, Laurenobiolid, Zaluzanin D), organische Säuren (Essig-, Isobutter-, Valerian- und Capronsäure), Flavonoide (u.a. Quercetin, Kämpferol, Rutin, Leucocyanidin) -
Anmerkungen zur Beschreibung
Bei Hellweg Micheldorf gekauft -
Nutzung / Verwendung
VOLKSMEDIZIN: Lorbeerblätter und -früchte als verdauungsanregendes, antiseptisches (desinfizierendes), appetitanregendes, durchblutungsförderndes Mittel; Lorbeeröl: bei Verstauchungen, Prellungen, rheumatischen Beschwerden; KÜCHE:Lorbeerfrüchte und -blätter als Gewürz -
Stängel
Baum oder Strauch mit schwarzer Borke, wechselständig beblättert -
Therapie
bei Hautallergie Arztbesuch ratsam -
Vergiftung
Nach dem Genuss von Lorbeerblättern können Cheilitiden (Lippenentzündung ) und Stomatitiden ( Entzündung der Mundschleimhaut) auftreten. Bei Köchen treten gelegentlich Lorbeerblatt-Allergien auf. Da die allergenen Eigenschaften beim Kochen nicht verloren gehen, können auch nach Genuss von Speisen, die mit Lorbeer gewürzt wurden, generalisierte Ekzeme auftreten. -
Verwechslung
mit anderen Loorbeer- (Laurus-) Arten, dem Kalifornischen Lorbeer (Umbellularia californica), der Lorbeerkirsche/ Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) -
Vorkommen
Heimat: Mittelmeergebiet, Vorderasien; in Mitteleuropa als Kübelpflanze; frostempfindlich -
Zubereitung
Lorbeeröl: 1 EL kalt gepresstes Ölivenöl über ca. 100g Lorbeerfrüchte, verschlossen an der Sonne ca. 6 Wochen stehen lassen, abgießen und den Sud auspressen -
Blattform
kurz gestielt, einfach, ungeteilt, länglich-lanzettlich bis elliptisch, an beiden Enden zugespitzt -
Blattoberfläche
immergrün, ledrig, kahl, oberseits glänzend -
Blattrand
ganzrandig bis kraus gewellt -
Blühfarbe
weißlich, leicht gelb oder grünlich -
Blütenbau
1-häusig, getrenntgeschlechtlich, radiärsymmetrisch (strahlig; die Blüte lässt sich durch mindestens 3 Symmetrieebenen in je 2 gleichwertige Hälften teilen) mit 4 Perigonblättern, im unteren Teil zu einer kurzen Röhre verwachsen, männliche / zwittrige Blüten: 12 in 3 Wirteln angeordnete Staubblätter, Staubbeutel sich mit Klappen öffnend, weibliche Blüten: 4 unfruchtbare Staubblätter (Staminodien), 1 oberständiger Fruchtknoten mit kurzem Griffel und 3-kantiger Narbe -
Blütenstand
kurz gestielte, achselständige, büschelige Dolde -
Droge / verwendeter Pflanzenteil
Gewürzpflanze: Blätter und Früchte; Volksarzneipflanze: Lorbeerblätter (Lauri folium), bestehend aus den vorsichtig getrockneten Laubblättern von Laurus nobilis L.; Lorbeerfrüchte (Lauri fructus), bestehend aus den reifen, getrockneten Früchten von Laurus nobilis L.
Erhalter
AUT001
Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit - Abteilung Pflanzengenetische Ressourcen
4020
Linz